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Zeitarbeit

Auf dem Weg zum festen Job

Von Sven Astheimer




26. Februar 2008 
Der Zeitarbeit ergeht es nicht besser als dem Rest des Arbeitsmarktes: Ihr gehen die Fachleute aus. Zwar stehen Helferarbeiten besonders in der Industrie noch immer für den weitaus größten Teil zumindest der großen Personaldienstleister. Für diese Tätigkeiten werden vor allem Arbeitslose rekrutiert. Zwei Drittel aller Zeitarbeitnehmer waren zuvor ohne Beschäftigung gewesen.

Doch sind die Gewinnmargen im Verleih von Spezialisten ungleich höher, weshalb viele Personaldienstleister in den vergangenen Jahren ihre Kapazitäten an dieser Stelle ausgebaut haben. Mit Beginn des Aufschwungs stieg die Nachfrage aus den Unternehmen, viele Personalentscheider zögerten aber noch mit Festanstellungen und zogen etwa qualifizierte Zeitarbeiter vor. Dementsprechend wuchs das Spezialistensegment einige Jahre lang schneller als der Gesamtmarkt.

Facharbeiter und Techniker sind Mangelware

Diese hat sich aber mittlerweile geändert. Denn die Arbeitslosenzahl ist innerhalb von drei Jahren von 5 auf 3,5 Millionen gesunken und das Reservoir von arbeitslosen Fachleuten ist klein geworden. Viele Unternehmen setzen Zeitarbeit gezielt als Instrument ein, um Mitarbeiter anzuheuern. Sie verlagern so einen Teil der Suchkosten nach draußen und machen dem Zeitarbeiter nach kurzer Zeit ein Angebot, wenn die Einarbeitung erfolgreich ist.

Einer Umfrage des Marktforschungsinstitutes Lünendonk zufolge gab die Hälfte der beteiligten Zeitarbeitsunternehmen an, einen Bewerbermangel für Facharbeiter und Techniker zu spüren. Es folgten Ingenieure mit 38 Prozent und Konstrukteure mit 32 Prozent. Dies entspricht auch den Antworten auf die Frage, welche Qualifikationen die Kunden besonders nachfragen.

Vor allem die großen Zeitarbeitskonzerne werden zunehmend auch mit der Suche nach qualifizierten Pflegekräften und medizinischem Personal beauftragt. Relativ gut war die Bewerberlage an Marketingleuten, für die nur 6 Prozent der Befragten einen Engpass reklamierten. Dazu passt, dass die Nachfrage auf der Kundenseite als ziemlich gering beurteilt wird. Auch Vertriebspersonal wird nicht allzu häufig über Zeitarbeit gesucht.

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: F.A.Z.
 
 
   
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