Steuerlast

Wer ist ein Besserverdiener?

Bei dieser Frage hält sich die Politik noch bedeckt. Klar ist aber, dass es der so bezeichneten Gesellschaftsgruppe jetzt mal wieder ans Portemonnaie gehen soll. Das nennt die SPD dann Zukunftskonzept. Gut, dass die CSU da nun gegenhält. Von Holger Appel

Lesermeinungen zum Beitrag

13. Mai 2008 21:02

Nutzen Sie 2009...

J Chrispeels (JediYoda)

...und lassen es mal kräftig rucken in Deutschland. Gehen Sie unbedingt zur Wahl, aber: keine Zweitstimme für die sogenannten Volksparteien SPD und CDU. Machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch und verpassen den großkoalitionären Murksern mal einen richtigen Denkzettel. Katapultieren Sie die selbstgefälligen Diätenerhöher 2009 aus ihren behaglichen Sesseln. Es wird Zeit, dass der Verfall des Wohlstandes endlich auch im Berliner Raumschiff ankommt.

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13. Mai 2008 20:58

Ein Hoch auf die Partei.....

Mark Wilbrand (negotio)

Demokratie = Jene Regierungsform, bei der jeder bekommt, was die Mehrheit verdient. (James Dale Davidson) Diese Zitat war zwar anders gemeint trifft aber die staatliche Umverteilungsmaschinerie ganz gut. Es wird immmer Besserverdiener geben, solange nicht alle das gleiche verdienen. Also sollte man solange umverteilen, bis jeder das gleiche bekommt. Die Menschen stellen sich nach diesem Kleinsten-Gemeinsamen-Nenner beim Verdienst auch mit ihrem Engagement auf den Kleinsten-Gemeinsamen-Nenner ein und siehe da es lebe die DDR - es lebe die Partei. Dass diese Experiment bereits vor ein paar Jahrzehnten schief gegangen ist, haben mittlerweile die meisten Politiker "vergessen". Darüber hinaus haben die Politiker von damals bereits abgedankt und es spricht nichts dagegen die selben Fehler nochmals zu machen - aus eigenen Fehlern lernt man schließlich am Besten. Hier gibt es hier nur einen Ausweg: Auswandern. Denn auch das ist Globalisierung. Ich gehe dahin, wo ich für meine Leistung besser entlohnt werde. Meine genossenen staatlichen Leistungen habe ich bereits mehrfach durch Steuern und Abgaben zurückbezahlt. Von diesem Standpunkt aus, schulde diesem Staat nichts mehr.

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13. Mai 2008 19:17

Ganz im Sinne von Marx: Zurück zur Urgesellschaft!

Marzo Matto (maerzc)

Die gegenwärtige Politik macht systematisch Jagd auf da, wo und wie auch immer, erwirtschaftete Geld. Das sieht man nicht nur am weitgehenden Schließen angeblicher Steuerschlupflöcher wie der Pendlerpauschale, Verwaltungskosten für Geldanlagen etc., sondern auch am archaischen An-den-Pranger-Stellen und der völkisch-korrekten Diffamierung von Bürgern, die der Steuerhinterziehung verdächtigt werden. Eine plausible Reaktion auf diese Jagd ist die Rückkehr zum Tauschhandel, der übrigens oft kaum von der Schwarzarbeit zu unterscheiden ist. So funktionierte am Ende die DDR, wie ich anläßlich eines Besuchs 1984 beobachten konnte. Wir sind auf dem besten Wege dorthin, wenn nicht endlich ein paar helle Köpfe unsere realitätsfernen Politiker dahingehend beraten, Gesetze aus dem Blickwinkel der betroffenen Individuen zu betrachten. Nur dann, wenn es suboptimal ist, sich dem Gesetz zu widersetzen, wird man die entsprechende Lenkung erzielen. Konkret: Staatskassen werden sich wieder füllen, wenn das Geld nicht den Menschen weggenommen, sondern dem Wirtschaftskreislauf zugeführt wird. Nur was wird dann aus den Transfer-Dealern, die unter dem Mäntelchen der sozialen Gerechtigkeit ihre perfiden Geschäfte treiben?

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13. Mai 2008 14:28

Verdiener = Besserverdiener

Andreas Baustein (ABaustein)

jeder, der sich mit einem erlernten Beruf so schlecht als Recht durchs Leben schlägt, zählt in den Augen derer, die die "Anspruchs- und Verteilungsdiktatur" vornehmen, bereits als Besserverdiener. Das gilt für die Krankenschwester wie für den Rechtsanwalt. Belohnt wird der Faule !!! der kann ja nicht stürzen, weil die Umverteiler ihn auffangen. Diejenigen aber, die arbeiten bis zum Umfallen, denen ist es ein Gräuel, von Transferleistungen zu leben.

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13. Mai 2008 14:28

Wo liegt der Kern der Gesellschaft?

Adrian Lakatos (adrianla)

Das Problem liegt nicht in der Definition der Besserverdieners. Die Kernfrage ist, wo liegt der Kern der Gesellschaft. Aus finanzpolitischer Sicht sind die "Besserverdiener" der Mittelschicht die Haupteinnahmequelle des Staates. Demzufolge wird diese Schicht auch gemolken. Aus wahltaktischer Sicht, orientieren sich die grossen Parteien allerdings an der "Mitte" der Gesellschaft. Da ca 90% des Steuerafukommens von den oberen 40% der Zahler kommen, liegt wahltechnisch angepeilte "Mitte der Gesellschaft" naeher an der Unterschicht. Und weil Wahln nach Anzahl der Stimmen gewonnen werden, wird die "Mitte der Gesellschaft" aus Nettobezieher definiert - man muss ja seinem Waehler auch was goennen - und die Leistungstraeger als Melkkuehe missbraucht und oeffentlich beschimpft.

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13. Mai 2008 14:18

Deutliche Worte

Harald Weber (Fighter)

Holger Appel spricht wieder einmal in eindringlichen Worten an, was Realität ist: Es wird besteuert und umverteilt, bis auch die "starken Schultern" schwach sind (wenn sie überhaupt je so tragfähig waren, wie seitens der Steuerstrategen insinuiert wird). Die Belastbarkeit hat ihre Grenzen: wenn auch die bis an die Grenze der Erträglichkeit mit Abgaben drangsalierten Arbeitnehmer irgendwann tatsächlich nicht mehr genug leisten können (angesichts der finanziell bedeutsamen Stichworte Inflation, Altersvorsorge etc.), bricht das gesamte System zusammen. Die überobligationsmäßige Beschwer des gutwilligen Staatsbürgers, der die Notwendigkeit des distributiven Sozialstaats in der solidarischen Zivilgesellschaft anerkennt, kommt im mittlerweile konfiskatorischen bundesrepublikanischen System an ihr absolutes Limit. Da knicken irgendwann auch die stärksten Schultern ein. Angesichts der rauhen Wirklichkeit von sozialem Anspruchsdenken und abnehmender Leistungswilligkeit muss einen die Hilflosigkeit der Politik äußerst skeptisch stimmen. Vielen Dank für Ihren deutlichen und hellsichtigen Kommentar, Herr Appel!

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13. Mai 2008 14:16

Besser geht es nicht

Volker Kulessa (solelite)

Der Kommentar ist einfach gut, besser geht es nicht. Warum die Linke insgesamt ständig mit Vorschlägen und Taten die Schwächung der Leistungsträger betreibt, was auf Dauer Armut und Arbeitslosigkeit für Alle schafft, war mir bisher unklar. Sollten alle Linken denn sooooo dumm sein.? Mir scheint nun, daß dahinter eine Strategie steckt. Auf diese Weise sollen die Voraussetzungen geschaffen werden für die sozialistische Revolution. Hätten wir erst 6, oder 8 oder 10, oder 12 oder 16 Millionen Arbeitslose, was bei dem Katalog der Linken leicht einträfe, schlüge die Stunde der Radikalen. Ich kann mir den Unsinn, die Leistungsträger der Gesellschaft ständig zu schwächen nicht mehr anders erklären. Dummheit oder hinterhältige Strategie.

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13. Mai 2008 13:06

Besserverdiener

Christian Knoche (christian.knoche)

Das eigentlich Ungerechte an der ganzen Sache ist ja nicht nur, das wir zuviel zahlen, sondern das wir für Leute zahlen die zum Teile keine Lust haben zu arbeiten, das wir für Leistungen zahlen (Rente), die wir später kaum noch oder gar nicht mehr erhalten, und das uns niemand fragt. Deutschland rühmt sich ja seit neuestem auch, zweitgrößter Entwicklungshilfezahler nach den USA zu sein. Wer hat uns gefragt? Altervorsorge, Sparverträge, Aktiengewinne - alles Geld, das ich bereits verdient, versteuert und verabgabt habe, muss nochmals versteuert werden, doppelt, dreifach, vierfach. Wenn man die Rechnung zu Ende macht sind es nicht 55 % die abgehen sondern 80.Statt Riester fährt man ja besser,wenn man das Geld in Kopfkissen einnäht.Steuerhinterziehung wird schwer bestraft,aber was passiert bei Steuerverschwendung?Wenn man aus Blödheit,Unfähigkeit oder Beratungsresistenz eine Milliarde Steuergelder in den Sand setzt,was ist dann die gerechte Strafe im Vergleich zum Unterschlagen einer 5-6stellige Summe ? Mal ehrlich: das Problem ist das unsere Regierung zum großen Teil aus machtgeilen Idioten besteht, die Mehrheit der Wähler vom Staat lebt und diejenigen die das bezahlen zu beschäftigt sind, um nach Feierabend zu noch deomnstrieren.

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13. Mai 2008 12:56

@Burkart

Stefan Rubens (RubensStefan)

Zitat: "Im September wird unsere Tochter für ein Jahr an eine staatliche Boarding-School nach England gehen. Und auch wenn es eine staatliche Schule ist, wird es richtig teuer werden." Erklären Sie mir mal warum der Steuerzahler für die Luxusausbildung Ihrer Tochter zahlen soll. Ein Gymnasium ist kostenfrei und für Extravaganzen Ihres "Fräulein Tochter" zahlen sie bitte selbst.

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13. Mai 2008 12:53

Unmotiviertheit und Perspektivlosigkeit ist die Ursache

Jürgen Vogel (pascht)

Also liebe Besserverdiener wer von Euch möchte HartzIV-ler sein? Ihr, und ich auch, seit doch alle nur deswegen Besserverdierner weil ihr selber mehr aus eurem Leben machen wolltet und auch die Chance sahet dies verwirklichen zu können. Das ist es woran Deutschland krankt. An einer Lebensvision die jedem dazu fähigen Menschen eine Perpespektive bietet sein Leben in ausreichendem Wohlstand zu gestalten. Wenn man aber sieht, wie in einer Repotage zu sehen war, dass der Vater, der Tochter einbläut sich aufs Leben als HartIV Empfängerin vorzubereiten, da sie ja sowieso nur die Hauptschule besuche, dann schwillen mir die Halsadern. Es sind die fehlenden ethischen Werte in dieser Gesellschaft, die jedem Menschen vermitteln er sei genauso wertvoll wie jeder andere auch. Das geht vor allem in den Schulen los. Ich kenne auch das Schulsystem anderer Länder. Aber solche unmotivierenden und am Schicksal ihrer Schüler uninteressierte Lehrer wie in Deutschland habe ich noch nirgends erlebt. Es muss in dieser Gesellschaft erstrebenswert sein kein HartIV-ler zu sein. Es darf nicht zufriedenstellend sein davon leben zu können. Das ist ein Erziehungsziel das dieser Staat leisten muss, nicht die Eltern. Auch das ist demokratischer Konsens.

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13. Mai 2008 12:42

"Besserverdienende" arbeiten freiwillig für ihre "Gleichheit".

norbert doerre (ndoerre)

Besserverdiener ist nach der Denkweise von CDU und SPD Jemand, der mit seinem Nettoeinkommen mindesten einen Euro über dem ihm zustehenden Satz der Sozialhilfe liegt. In Deutschland streben darum seit 40 Jahren die Arbeitszeiten gegen Null und die Löhne gegen Unendlich. Politisch wird unterschieden nach Brutto-Unendlich und Netto-Unendlich. Brutto-Unendlich entspricht einem Betrag nach Abzug des Arbeitgeberanteils plus direkter Steuern. Netto-Unendlich ist der fiktive Betrag der Sozialhilfe eines Arbeitnehmers, also nach Abzug aller Verbraussteuern und sonstiger Abgaben einschließlich der Steuerprogression. In der Politik spricht man darum von sozialer "Gleichheit". Dieser unterliegen Alle, die nicht per Gesetz anders gestellt sind, wie z.B. Beamte und Abgeordnete. Denn Diejenigen, die ohnehin keine Steuern erwirtschaften, brauchen schließlich auch nicht für's "gleiche" Geld zu arbeiten. Alle, die per Gesetz ihren Unterhalt bezahlt bekommen, sind also von dieser "Gleichheit" ausgenommen. Seine persönliche Ungleichheit schafft sich also Jeder Arbeitnehmer selbst, der für die "Gleichheit" Wertschöpfung erzeugt. "Besserverdienende" sind darum Diejenigen, die freiwillig für die "Gleichheit" arbeiten, ohne sich gleich zu fühlen.

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13. Mai 2008 12:41

Besserverdiener ist einer,

Florian Haus (haus)

der es besser verdient hat...

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13. Mai 2008 12:38

Guter Kommentar, aber Besserung nicht in Sicht

Marvin Parsons (mapar)

Wie hier schon etlich Leser anmerkten, wird sich vor dem Ruin des Staates nichts ändern, weil die Transferempfänger die Mehrheit der Wähler stellen und zudem wesentlich lautstärker ihre Ansprüche formulieren als die Zahlenden sich wehren. Als Alleinverdiener mit 3 Kindern hätte ich bie Hartz IV auf über 2000 Euro Anspruch. Wie es in dem Artikel heißt, das muß ein Normal- oder "Besserverdiener" erstmal netto bekommen, das ist keineswegs selbstverständlich (vor allem wenn er noch zur Arbeit fahren muß, was auch Geld kostet). Selbst wenn er netto 300 Euro mehr verdient als Hartz IV ist sein effektiver Stundenlohn weniger als 2 Euro. Zum Dank wird er zum Ziel von Neidkampagnen der SED (SPD + Linke), während der Hartz-IV-Empfänger als armes Opfer und besserer Mensch hingestellt wird. Nur weil die Arbeitsmoral des Bürgertums immer noch so hoch ist ist dieses fortgesetzte Ausplündern der Arbeitenden überhaupt möglich. Und wegen der in Deutschland verbreiteten Abneigung, sich mit Ökonomie und Gelddingen zu beschäftigen. Die "Arbeitgeberbeiträge" zu Sozialversicherungen beispielsweise dienen allein der Verschleierung der wahren Abgabenlast der Arbeitenden, doch die meisten von ihnen halten sie für eine "Errungenschaft".

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13. Mai 2008 12:23

@Gegor Extra

Uwe Bussenius (uwebus)

---- Ein Bekannter lebt knapp oberhalb des Existenzminimums mit drei Kindern und einem normalen Facharbeiterjob. Seine Frau arbeitet, er geht ebenfalls nebenher zusätzlich arbeiten und der Staat unterstützt auch noch. Er bezahlt exakt 1 Euro Steuern ... ---- ????? Und Mehrwertsteuer, Ökosteuern, Kommunalsteuern etc., sind das keine Steuern?

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13. Mai 2008 12:15

Apropos Investition in die Kinder!

joachim burkart (fazburri)

Mein Glückwunsch zu Ihrem Artikel: Klarer konnte wirklich nicht geschrieben werden, was da gerade mit den Leuten passiert, die arbeiten gehen und nicht nur die Hand aufhalten. Im September wird unsere Tochter für ein Jahr an eine staatliche Boarding-School nach England gehen. Und auch wenn es eine staatliche Schule ist, wird es richtig teuer werden. Steinbrück will uns nun auch noch das bißchen Steuerentlastung wegnehmen, obwohl wir alles privat bezahlen und in diesem Jahr unsere Tochter auch das staatliche Schulwesen in Deutschland nicht in Anspruch nimmt und damit Kosten spart. Es ist eine Schande, wie die Sozialdemokraten aufgrund ihrer Ideologie mit sogenannten "Besserverdienern" und/oder mit Leuten wie uns, die einfach nur gut verdienen (und sehr viel abgeben und bezahlen) umgeht. Und es ist eine weitere Schande, wie es die Sozialdemokraten bei sich selbst handhaben, wenn sie älter werden, mehr verdienen oder einfach nur reifer werden: sie geben ihre Kinder auf Privatschulen (Ypsilanti), kassieren gute Minister- oder Bundestagspensionen, schicken ihre Kinder auch ins Ausland zum Studieren. Nur: sie verdienen in Einkommensklassen, wo es schon wieder egal ist, ob ein Steinbrück sie abzocken will oder nicht.

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