Kompliment, das ist der beste Kommentar (zur ganzen EM), den ich gelesen habe. Der DFB müsste/könnte von anderen Ballsportarten (Handball, Feldhockey) lernen, wie eine gute Sichtungs- und Planungsarbeit von der Jugend an gemacht wird. Die Holländer haben sich schon längst die besten Hockeytrainer geangelt, um ihre Regionalzentren zu strukturieren. Kürzlich habe ich einen interessanten Bericht über die Studie eines Sportwissenschaftlers aus Augsburg gehört, der festgestellt hat, dass in den Bezirks- und Regionalauswahlen die Geburtsmonate Januar - April deutlich überrepräsentiert sind (gegenüber der Normalverteilung). Na klar, weil sie in ihrem Jahrgang körperlich weiter sind. Man müsste also lernen, Talent und Begabung von rein körperlichen Fähigkeiten zu unterscheiden. Die "Walz aus der Palz" ist nicht das Modell, sollte es zumindest nicht sein :) Aber wenn man nach "unten" (in die Jugendmannschaften) schaut, dann sieht es gar nicht so schlecht aus. Man kann für die Deutschen nur hoffen, dass es auch weiterhin Vereine wie Stuttgart, Hoffenheim, Freiburg (Hertha? Favre ist ein Guter . . .) gibt, in denen die deutschen Nachwuchstalente nicht dem unmittelbaren Erfolg geopfert werden.
In der Bildergalerie fehlt das tolle Bild der Printausgabe vom 1.7. mit dem Streitschlichter Kevin Kuranyi, der in Messiaspose -war diese Rolle auf einem Schnappschuss optisch je besser besetzt? - mit sicherem Blick ins Weite zwischen den Streithähnen auf Abstand hält. Der FAZ-Texter der Bild-Unterzeile hatte leider einen Schwächeanfall, als er schrieb: "Schlichter Kevin Kuranyi hört konzentriert zu." Das wohl nicht. Abseits allerdings steht ein blonder Fußballjünger namens Rohlfes, dessen Augen Bände sprechen, wohl weil er nicht glauben kann, was sich vor seinen Augen abspielt. Meisterzopf 1.7.08
Spanien hat´s verdient und war klar besser. So weit, so gut. Was aber sollte/muss bei uns besser werden? Basis für gute Leistungen einer Nationalmannschaft sind eben nicht primär tolle 3wöchige Vorbereitungstrainingslager und ach so perfekte Unterbringungs- und Trainingsmöglichkeiten während des Turniers. Nein, Basis ist und bleibt die individuelle Qualität der Spieler im umfassenden Sinn. Ich finde, dafür haben sich die Dt. gut geschlagen. Die Defizite im Vergleich zu den Spaniern: Antizipation, Umschaltgeschwindigkeit, Ballkontrolle, Passgenauigkeit, faire Bissigkeit im Zweikampf. Ausserdem ist die Spielweise im Verein während einer ganzen Saison eben nicht egal. Was Fabregas das ganze Jahr bei Arsenal spielt oder Xavi/Iniesta bei Barca, lernen Hitze, Frings, Poldi +co eben nicht im 3-Wochen Schnellkurs. Das kann phasenweise in einigen Spielen gezeigt werden (Polen, Portugal), ist aber nicht so stabil verankert, dass es auch unter starkem Druck (psychisch - Österreich, spieltaktisch - Kroatien, Spanien) abgerufen werden kann. Deswegen: Wenn nicht mehr Spieler in Ihren Vereinen hochmodernen, schnellen Fußball gelehrt bekommen und spielen (müssen), wird sich auch in der Nationalmannschaft dauerhaft keine Besserung einstellen. Ole!
Spanien hat sicherlich den ästhetisch schöneren Fußball gezeigt, keine Frage. Bei einem Wettkampf, wie einer Meisterschaft, geht es aber zumindest meiner Meinung nach nicht um die "Kunst am Ball", sondern einzig und allein um das Erreichen des Sieges innerhalb der vorgegebenen Spielregeln. Und aus dieser Sicht ist ein 1:0 sicher alles andere als eine Deklassierung der deutschen Mannschaft!
Absolut einverstanden was das spanische Spielsystem und was Bernd Schneider anlangt. Und auch hinsichtlich des Glücks. Entweder der DFB besticht Schiris, Offizielle etc. besonders perfide oder es ist doch etwas mehr als Glück :) Allerdings muss man ehrlicherweise sagen, dass die Spielmodus (dass die Halbfinals nicht über die Tableauhälften gekreuzt wurden) schon etwas glücklich für die Deutschen war (wobei man gleich hinzufügen muss, dass die Deutschen diesen Modus im Vorfeld am härtesten kritisierten). Nicht (ganz) einverstanden bin ich mit der Einordnung der Leistung der Deutschen: Sie sind in Europa oben mit dabei, aber - IMHO - nicht bei den Besten. Noch nicht . . . Ich denke es gibt eine Menge zu adjustieren, das müsste den Fans eigentlich Hoffnung machen, denn es *KANN* besser werden. Einige Spieler, finde ich, sind jedoch schon am Anschlag. Mal sehen, was die Jungen (Khedira, Castro, Kroos & Co) machen . . .
Es ist doch immer das Gleiche nach einem großen Turnier. Jeder beginnt plötzlich genauso positiv über die deutsche Mannschaft zu reden, wie Günter Netzer *Achtung Ironie* Natürlich spielt jedes Team, außer unsere DFB-Elf, Fußball zum verlieben - nur wir, wir haben natürlich immer nur Glück. Leute, so viel Glück kann man nicht haben! Das ist Talent und Fähigkeit! Meines Erachtens gibt es kein Glück beim Sport - beim Fußball schon gar nicht. Glück muss erzwungen werden! Warum schafft es zum Beispiel der vielzitierte deutsche Rekordmeister immer wieder in der letzten Minuten ein Spiel zu drehen oder das entscheidene Tor zu schießen!? Sie erzwingen ihr Glück! Derjenige der schneller läuft und denkt wird das Spiel für sich entscheiden können. Zum Spiel: Spanien hat ein Spielsystem entwickelt, was den Gegner dazu treibt überdurchschnittlich viel hinter dem Ball herlaufen zu müssen. Das kostet Kraft. Unser Jogi verlangt das Gleiche. Viel Ballbesitz. Schnelles Spiel in die Spitzen. Seine Spieler konnten dies aus diversen Gründen, u.a. Fitness, bei diesem Turnier nicht umsetzten. Eventuell lag es daran, dass Deutschlands einziger Fußballbrasilianer nicht dabei war (Bernd Schneider). Aber den haben die meisten schon vergessen... LG
Nach der Blamage gestern abend kann man nur sagen, dass es wirklich traurig ist, dieser Mannschaft zuzusehen. Andere spielen Fußball, wir rennen nur dem Ball hinterher. Angeblich sind wir athletisch stark: Gestern waren wir einfach schlecht. Die Fortuna hat uns auch verlassen und so hat Spanien auch kein Eigentor geschossen. Wo sind die guten deutschen Spieler? Schweinsteiger hätte 1990 in Italien vielleicht als Masseur mitkommen dürfen. Podolski ist allenfalls ein zweitklassiger Ersatzspieler, mehr nicht. Und mich wundert es nicht, wenn Metzelder bei Real Madrid zuschauen darf, wie Cannavaro hochklassig spielt. Überlegt mal: Wenn wir einen "Lahm" hochjubeln als unser Star der EM, dann sagt das schon alles. Ein Spieler, der so viele Fehler fabriziert, sollte schnellstens wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden. Wir haben keine Klasse, basta!
Niemand,aber auch gar niemand bestreitet,daß Spanien verdient gewonnen hat.Niemand in der Nationalmannschaft,nicht die Trainer,nicht die deutschen Fans! Warum allerdings nun wieder die deutsche Miesepetrigkeit, die Selbstgeisselung und die Missgunst hervortreten,ist schleicherhaft.Nein,das war zu erwarten! Denn die Miesepeter,Berufsquerulanten und Hobbytrainer wollten genauso den Sieg.Jetzt,da sie ihn nicht präsentiert bekommen haben,holen sie wieder sämtliche roten Karten aus ihrer Kiste,die sie nur finden können,werfen sich stolzgeschwellt in ihre Brust ("Wir haben es ja gewußt") und plärren den Rest von Jubel über den zweiten Platz vom Tisch. Die Türkei,Italien,Rußland,Portugal oder die Niederlande ,wie auch immer diese Mannschaften gespielt haben mögen,sind aber NICHT ins Endspiel gekommen - sondern die deutsche Elf ! Allein das zählt schon und hat etwas mit Glück,aber auch mit Können zu tun. Die Spanier haben die EM gewonnen.Diesen Sieg nimmt ihnen nimmt mehr.Höchstens die Miesepeter und Selbstgeisseler im eigenen Land,denen das eine Tor und die vertanen Chancen zu wenig waren. Aber womöglich finden sich dort keine Miesepeter und Querulanten; denn die sitzen traditionell nur in Deutschland!
Also saemtliche male waehrend dem Spiel habe ich mich gewundert warum die DFB Elf nicht mal ueber das Mittelfeld herauskam, es ist mir erst spaet im Spiel zur Erkenntnis gekommen: nicht weil sie es so wollten, sondern weil sie es einfach nicht besser konnten. Der intelligente Fussball der Spanier war eben all das was der Deutsche Fussball schon seit den glorreichen Zeiten des Lothar und Co. nicht mehr war: Ein mit Koepfchen angetriebenens Spielsystem! Und was hatte das heutige Deutsche Team in diesem Finale gezeigt?! Durchschnittliche Koerperlaenge eines Basketballteams, Harte Mienen der Spieler am Anfang um damit (unerfolgreich)die Spanier zu imponieren, danach 15 Minuten lang ineffizienter Spieldruck ohne jeglichen Aufbau, und schon war es aus mit dieser Deutschen Elf, und in den naechsten 75 Minuten wurde dieses deutsche team von dem intelligenten Spiel der Spanier einfach in Stuecke zerteil, Ballack und Co haben glueck gehabt dass sie nur 1:0 verloren haben, tja, also bei solchen hirnlosen Fussball den die Deutsche Elf waehrend diesem Finale gezeigt hat, fehlen mir alle Worte des Lobes, tut mir Leid! Verdient verloren! Tatsache: Das einzige Gute dass der Deutsche Fussball heutzutage hat traegt den Namen des FC Bayern!
Lieber Herr Kaiser, ich gehe davon aus dass die das Ergebnis um Mitternacht in den Rundfunknachrichten gehört haben und daraus den Schluss gezogen haben dass Spanien kaum - eigentlich gar nicht - besser war. Anders kann ich mir ihren Kommentar nicht erklären.
Wir haben bekommen was wir verdient haben, nämlich höchstens den zweiten Platz. Mit einer solch schwachen Abwehr- und Mittelfeldleistung ist nicht mehr drin gewesen. Meiner Meinung nach muss sich auch das Trainerteam um Jogi Löw Kritik gefallen lassen. Die Auswahl von Abwehr- und Mittelfeldspielern, deren aktuelles Leistungspotential durch lange Krankheit, trebünenhocken oder genereller Leistungsschwäche gekennzeichnet gewesen ist war zuviel um sie durch andere Mitspieler zu kompensieren. Die Hoffnung, der ein oder andere würde sich im Turnier finden, war ein Trugschluss. Uns hat bei dieser EM gefehlt, was wir bei der letzten WM in Deutschland hatten. Spieler die Fit waren und leidenschaftlich in jedem Spiel alles abgerufen haben, was in ihnen steckte. Wo war diese Leidenschaft und dieser Einsatz gestern? Ein Torschuss in 90 Minuten? Diese Leistung der Mannschaft war deutlich schlechter als im kleinen WM-Finale, als es "nur" um den dritten Platz ging. Ich hoffe, dass sich die Verantwortlichen jetzt mehr in Selbstkritik üben, als in Interviews langatmige Rechtfertigungen für die schwache Mannschaftsleistung abzugeben. Erik Teschke
Erstmals Glückwunsch an den verdienten Europameister. Spanien hat den schönsten offensiv Fußball gespielt. Dieser Erfolg ist auf eine Stufe zu stellen mit den Erfolgen bei der EM von Holland 1988, Deutschland 1980 und 1972 sowie bei der WM von Frankreich 1998, Deutschland 1990, Argentinien 1986 und Brasilien 1970 und 1958. Unter Löw hat man sich einen Platz verbessert, insgesamt aber leider verschlechtert. 2006 wurden zwei Top-Teams geschlagen, Portugal und Arbentinien, dabei war die Mannschaft von Argentinien vergleichbar mit Spanien, Top besetzt und hervorragender offensiv Fußßball.. 2008 hat man nur ein Top-Teamm, Portugal, geschlagen. Unter Löw hat die Mannschat insbesondere in den schlechteren Spielen (d.h. bei den meisten Spiele und die meiste Zeit) wieder einen Angsthasen- bzw. Rumpelfußball gespielt wie zwischen 1990 und 2006. Nur in den Spielen mit Polen und Portugal so wie ab und an war der Klinsmman-Stil noch sichtbar. Löw hat, wenn er in Führung war, die Deffensive, Klinsmann aber die Offensive mit einem frischen Mann verstäkt. Genau hier liegt das Problem für die Zukunft. Löw ist wie Vogts ein excellenter ZWEITER MANN. Auch wenn er 2010 die WM gewinnen sollte, dann wird er es mit Panzerfußball tun.
Sie haben super-super Fußball gespielt, die Mannschaft ist auch eine Klasse für sich und der Trainer Aragones ist verantwortlich für diesen Bilderbuchfußball.! Egal auch wenn diese Mannschaft nur 1-0 gewonnen hat, obwohl sie mindestens 4-0 verdient gehabt hätte. Da auf dem Platz im Endspiel habe ich nur eine Mannschaft gesehen die Fußball gespielt hat, der Verlierer wirkte wie ein Sparingpartner der den schönen Fußball des Gegners erst richtig in den Vordergrund zu stellen versuchte, weil sie was anderes als das nicht zu spielen gewagt hat.! Ich habe das Gefühl gehabt, das bei der Deutschen Mannschaft überhaupt nicht um den Gewinn des Titels ging, den sie glaubten an dieses Wunder nicht mehr. Deshalb haben sie 90 Minuten lang nur Schadensbegrenzung betrieben und das war nicht würdig für eine Mannschaft die im Endspiel spielt.! Die Spanier haben die Deutsche Abwehr so schwindelig gespielt, da habe ich meinen Augen nicht getraut wie man fähig ist für solch eine Spielkunst.! Natürlich konnte Spanien nur so schön spielen weil der Gegner zu schwach war für sie.! Letztendlich hat der Fußball gewonnen und nicht das Wunder. Was viele Fußballkenner verwundert ist das die Spanier mit so einem starken auftritt nur 1-0 gewonnen haben.!
@Wolfgang Kaiser So schwarzrotgold verblendet kann man doch gar nicht sein, als dass man das schiere Resultat zum Massstab eines angeblich knappen Spiels macht! 1:0, ja gut. Aber spielerisch genauso unterlegen wie die Russen, das ist die Wahrheit. Die ersten 15 Minuten habe ich mir die Augen gerieben und gedacht, das kann doch gar nicht wahr sein. Direktspiel, schnell, mutig, auch offensive eins gegen eins gesucht. Aber das war's. Und offensichtlich kann man so ein Laufspiel, das nötig ist um gegen eine so gute Mannschaft gegenzuhalten, nicht 90 Minuten durchhalten. Dann noch einmal, als die Spanier durch die Einwechselung von Kuranyi ein wenig desorientiert waren, 5 - 10 Minuten, vielleicht, bis sie gemerkt haben, dass Kuranyi vor allem Bälle verliert, im Abseits steht und Foul spielt. Trotzdem, ich denke Endspiel ist für diese Mannschaft in dieser Form absolut ok. Und es hält dem Trainer und seinen Mitarbeitern den Rücken frei, die, wie ich finde, eine sehr gute Arbeit machen.
allerdings auch mit etwas Glück. Deutschland hat die Torchancen gleich zu Spielbeginn nicht nutzen können. Silva ist nach dem Kopfstoss gegen Podolski nicht vom Platz gestellt worden und auch das Zusammentreffen der Köpfe von Senna und Ballack sah für mich nicht zufällig aus. Es war kein Ball im Spiel, der Ball war im Rücken Sennas und der Spanier konnte eigentlich nur Ballacks Kopf köpfen und hat das ja auch sehr erfolgreich geschafft. Lehmann hätte ebenfalls wegen Handspiels ausserhalb des Straufraums vom Platz gemusst. Aber ok, die Unsportlichkeiten haben letztlich keine Auswirkungen auf das Resultat gehabt, der Sieg der Spanier geht wegen ihrer Spielfreude und technischen Überlegenheit schon in Ordnung. Fussball ist nach einer kürzlich in Spanien veröffentlichten Umfrage für die Mehrheit der Männer wichtiger als Sex, weshalb ihnen nun wirklich alle 44 Jahre mal ein fussballerischer Orgasmus zu gönnen ist. Sollte sich die deutsche Abwehr bis zur Weltmeisterschaft nicht verbessern, könnte sich Deutschland ein Beispiel an Spanien genommen und einem brasilianischen Abräumer wie Marcos Senna die Staatsbürgerschaft angetragen.