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| Lesermeinungen zum Beitrag |
Fehlinterpretation Hier wird mal wieder massiv überinterpretiert.
Im FAZ-Artikel wird mehrfach angedeutet, dass die unterschiedliche Rendite vom Fach abhängt: Nichts davon ist bewiesen, und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das in der Studie steht (der Autor ist schließlich Wissenscharftler)
Es kann genauso sein, dass sich die höheren Renditen der Wirtschaftswissenschaftler/Juristen aus deren höherer Intelligenz/stärkerem Ehrgeiz ergibt und diese bei Wahl eines anderen Studienganges ähnlich hohe Renditen erreichen würden.
Wer zwischen Studienfach und Rendite einen Kausalzusammenhang unterstellt, nimmt implizit an, die Absolventen dieser verschiedenen Studiengänge wären ansonsten gleich. Diese Annahme ist natürlich absurd. Wer sich die unterschiedlichen Renditen wirklich erklären will, wird dies wohl am ehesten durch eine Regressionsanalyse (die verschiedene Indikatoren für Intelligenz und Ehrgeiz kontrolliert) schaffen. Jura alles andere als gut Dieser Beitrag geht an der aktuellen Wirklichkeit -zumindest was die Aussage zum Jura-Studium anbelangt- total vorbei. Seit ca. 10 Jahren sind die Jobchancen für Juristen denkbar schlecht. Wenn man nicht gerade zu den oberen 10% der Absolventen mit 10 Punkten und mehr gehört, hat man keine echte Chance auf ein angemessenes und an den Vermögenseinbußen sowie Anstrengungen während des Studiums angepasstes Einkommen. Das Gro der Juristen arbeitet als selbst. Anwälte bei anderen Kanzleien für unter 1000,- Euro für 50-60 Wochenstunden oder im Rahmen von Jobs, für die sie weit überqualifiziert sind (Stichwort: Taxi-Fahrer). Ich selbst bin froh, einen Job im öffentl. Dienst gefunden zu haben (leider nur im gehobenen Dienst). Durch solche falschen Aussagen, die sich Abiturienten auch anschauen, werden diese noch dazu verlockt, Jura zu studieren um dann nach 6 Jahren quälendem Aufwandes feststellen zu müssen, nur einer unter 1000 zu sein, die einen Job suchen. Insoweit unverantwortlich! Jura ist nichts zum Reich werden.  Die Studie im Detail Die Details der Studie sind auf http://www.lrz-muenchen.de/~u5001ah/webserver/webdata/paper/Weldi.pdf einsehbar.
Dabei ergibt sich das Jura und BWL tatsaechlich durch Ausreisser nach oben beineintraechtigt sind. Bei Betrachtung des Medians liegen die Faecher auf einer Stufe mit den Ingenieur- und Naturwissenschaften. Nur die Medizin bleibt immer noch auf dem ersten Platz.
Ich frage mich bei der Studie was die Vergleichsgruppe Abiturienten "without further (vocational) education" bedeutet? Handelt es ich um Abiturienten ohne Berufsausbildung/Lehre?
Ein anderes Problem liegt in der angedeuteten Alternative. Wer sich gegen ein BWL-Studium und fuer eine Banklehre entscheidet waere bei gleichem Arbeitseinsatz und Fortbildungswillen eher Filialleiter einer Sparkasse. Dann muesste man allerdings die Gehaelter von Filialleitern und Akademikern vergleichen.
Die Gehaelter im Ausland sind wie angedeutet tatsaechlich hoeher. So liegt das Einstiegsgehalt fuer einen promovierten Arbeitsgruppenleiter in der Pharmaforschung in England bei etwa 120.000 Euro brutto (d.h. 80.000 Euro netto).
 Jura war mal gut Daß die meisten Juristen bis weit in die 90er Jahre hinein gut bis sehr gut verdient haben, ist schon richtig. Auf der Basis der letzten 30 Jahre dürften die Zahlen deshalb stimmen. Für die Zukunft sieht es aber -jedenfalls für das Gros der Juristen- nicht sehr gut aus. Denn die Zahl der Anwälte hat sich in den letzten 15 Jahren mehr als verdoppelt, und immer mehr Absolventen lassen sich zu. Deshalb kann man den jungen Abiturienten nur raten, BWL zu studieren - denn damit kann man im Notfall auch ins Ausland. Spassfaktor und interessanter Job Studium ist auch eine schoene Zeit in der man mehr erlebt (lernen, reisen, frei Zeit einteilung usw.) , in der andere schon arbeiten muessen. Ich wollte die Zeit nicht missen. Selbst wenn meine Ausbildung nach der Lehre rein rechnerisch eine hoehere Rendite haette, hat man im Allgemeinen den interessanteren Job nach dem Studium.
Zufriedenheit laesst sich eben nicht durch eine Rendite messen.
Ausserdem werden heute auch viele Jobs von Akademikern gemacht, die vor Jahren noch von Technikern, Gesellen usw. gemacht wurden. Es gibt also auch einen Verdraengungswettbewerb von oben nach unten.
JIPPIE YEAH, GDL Da sieht man es mal wieder, selbst der am Besten verdienende Studiengang verdient erst nach !FÜNF JAHREN! so viel wie die Lokführer als Einstiegsgehalt wollen... Und kriegt jetzt schon mehr...
Goodbye Deutschland, viel Spaß mit eurere hirnverbrannten Neidgesellschaft, ich bin und bleibe im Ausland. Und ich bin nicht der einzige. Ich komme dann wieder wenn die PDS weg ist und das Gesetz von Angebot und Nachfrage langsam auf dem Arbeitsmarkt ankommt. Anders lernen Lokführer und co es ja nie. Rendite eines Studiums Ein Studium an einer der guten Universitäten der USA verschafft den Absolventen anders als in Deutschland einen wesentlich höheren Erwartungswert des Anfangseinkommens. Zwei Gründe dafür wurden nicht genannt: Erstens werden bei uns zwar nicht in allen, aber in vielen Fächern wenig aussagekräftige Noten vergeben. Man sehe sich nur die durchschnittlichen Diplomnoten an! Zu den Ausnahmen gehören die Juristen. Zweitens suchen die guten amerikanischen Universitäten ihre Studenten ziemlich sorgfältig aus und lehnen die meisten Bewerber ab. Dadurch hat der erste Arbeitgeber eine gute Wahrscheinlichkeit, mit einem Absolventen dieser Universitäten einen überdurchschnittlich leistungsfähigen Menschen als Mitarbeiter zu gewinnen. Völliger Nonsens Die Berechnung ist völliger Nonsens. Von den gehältern müssen erst einmal Sockelbeträge für die Lebenshaltungskosten abgezogen werden. bei einem gehobenen Lebensstandard bleibt ohne Studium dann häufig gar kein Geld mehr über. Die "Rendite" ohne Studium geht dann ganz schnell in den negativen Bereich.
Bestätigt wird das durch die alltäglichen Lebenssituationen: Die Anzahl wohlhabender Familien oder Bewohner von Einfamilienhäusern dürfte bei Akademikern deutlich höher liegen.
Der Beitrag... ... gibt einen deutlichen Hinweis darauf, warum in Deutschland qualifizierte Fachkräfte in den Ingenieurs- und Naturwissenschaften fehlen. Falls die Gehälter in diesem Bereich im Ausland tatsächlich höher liegen, wird eine Öffnung des Landes für ausländische Fachkräfte offensichtlich wenig bringen.
Das Lamento der Industrie ist demnach, wie so oft, selbstverschuldet: Werden in der Krise subadäquate Gehälter für hochqualifizierte Mitarbeiter gezahlt, so sinkt der Anreiz, sich eine solche Ausbildung zuzulegen. Beim nachfolgenden Aufschwung fehlen die Leute natürliich, und zwar vorzugweise in den Branchen, die in der Krise vorher erfolgreich Gehälter "optimiert" haben. Mein Mitleid mit diesen Firmen hält sich in Grenzen...
Im übrigen ist mir nicht klar, was an diesem Artikel schon wieder menschenverachtend sein soll. Derartige Informationen sind sehr hilfreich, wenn man sich entscheiden muss, welches Fach bzw. welche Ausbildung man (aus seinen Interessensgebieten) anstreben sollte. Wobei sich das auch anderweitig herumspricht, wie man an den Absolventenzahlen der einschlägigen Fächer erkennt.
 Kommentar zum Kommentar giersch Was ist bitte daran Menschenverachtend wenn man versucht herauszufinden ob sich ein Studium in Deutschland aus persoenlicher Sicht finanziell lohnt?
Die Frage, ob es fuer die Gesellschaft vorteilhaft ist, ist sicher interessant und wichtig, war aber gar nicht Teil der Studie (zumindest soweit sich dies aus dem Artikle hier erkennen laesst) und duefte auch wesentlich schwieriger zu beantworten sein, gerade bei der mangelnden Daten die wir in Deutschland zur Verfuegung haben.
Was an der Studie menschenverachtend seien soll kann ich beim besten willen nicht nachvollziehen. Lesen die den Artikel doch bitte gruendlicher bevor sie solche Unterstellungen von sich geben.
Vorsicht bei der Argumentation mit Durchschnittsgehältern! Bei Studien mit Durchschnittsgehältern zu Argumentieren ist immer gefährlich, da der Durchschnittswert Ausreißeranfällig ist:
Wenn in Gruppe A 1000 Leute je 1000 Euro verdienen und in Gruppe B 999 nichts und einer 1 Million - verdienen beide Gruppen im Durchschnitt 1000 Euro...
Statt dem Durchschnitt sollte lieber mit dem Median (Zentralwert) argumentiert werden.
Mediandefinition nach Wikipedia: Ein Wert m ist Median einer Stichprobe, wenn höchstens die Hälfte der Beobachtungen in der Stichprobe einen Wert < m und höchstens die Hälfte einen Wert > m hat.
Was ist die Rendite einer Lebensaufgabe bzw. eines Lebenswerks? In meinen Augen garantiert mehr als der monetäre Ertrag. Da greift dieser Artikel einfach zu kurz. Es sind eben auch nicht alle Menschen gleich. Wer z.B. durch Krankheit nicht schnell studieren kann, hat es vielleicht im Beruf schwerer, ist aber auch kein Mensch, der weniger wert ist, wie hier in letzer Konsequenz behauptet wird.
Und auch ein anderer Punkt ist pure Theorie: Niemand würde sein gesamtes Gehalt anlegen, da bleibt höchsten ein mehr oder weniger großer Teil, der nicht für den Lebensunterhalt verbraucht wird.
Derart abstrakte, z.T. menschenverachtende Berechnungen ohne jeden Bezug auf die Wirklichkeit machen es schwer, dem an sich berechtigten Ansinnen der Wissenschaftler Glauben zu schenken. |  | | | |
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