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| Grund zur Freude in Massachusetts |
28. April 2008
Der Ex-Banker David M. Rockefeller Sr. spendet 100 Millionen Dollar (64 Millioinen Euro) an die amerikanische Harvard University. Es ist das bisher größte Geschenk, das die Elite-Hochschule von einem Absolventen erhalten hat. Das geht aus einer offiziellen Mitteilung der Universität hervor.
Rund 70 Millionen Dollar sollen in Austauschprogramme fließen. Rockefeller, der seinen Abschluss 1936 in Harvard erwarb, hatte als Student selbst auch einen Abstecher ins Ausland gemacht. Er verbrachte den Sommer 1933 in Deutschland. Das habe sein Leben
verändert, so Rockefeller. Harvard hat mir meine Augen geöffnet und mich über den Tellerrand blicken lassen.
Schon in der Vergangenheit war David M. Rockefeller Sr. daran interessiert, interkulturellen Austausch zu fördern. So spendete er 25 Millionen Dollar, um das David Rockefeller Center für Lateinamerika-Studien in Harvard aufzubauen. Ingesamt beliefen sich seine Geldgeschenke an die Hochschule vor der jüngsten Ankündigung bereits auf 40 Millionen Dollar.
In seinem Berufsleben war David M. Rockefeller unter anderem Chairman der Chase Manhattan Corp, inzwischen Teil des Branchenschwergewichts JPMorgan Chase & Co. Darüber hinaus ist er das Enkelkind von John D. Rockefeller. Dieser hatte den Standard Oil
Trust aufgebaut - ein Geflecht von Öl-Unternehmen, das als Monopolist aufgespaltet worden war.
Harvard ist die älteste und reichste Hochschule der Vereinigten Staaten. Insgesamt sieben amerikanische Präsidenten haben die Universität im Bundesstaat Massachusetts besucht. Ihr Stiftungsvermögen belief sich zum Stichtag 30. Juni 2007 auf 34,9 Milliarden Dollar (22,3 Milliarden Euro). Wer im kommenden Jahr hier studieren möchte, muss dafür gut 47.000 Dollar zahlen (siehe aber Kostenlos studieren in Harvard und Stanford).