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Die WG lebt auf



Auf den Spuren der Achtundsechziger - die WG lebt
20. Juli 2007 
Gemeinsam in einer WG zu hausen, sich einen großen Kühlschrank zu teilen und über den nicht geleerten Mülleimer zu streiten – das mögen die deutschen Hochschüler offenbar. Der Anteil der Studenten in Wohngemeinschaften ist in den letzten Jahren auf 25 Prozent leicht gestiegen. Der Anteil der allein lebenden Studenten sinkt dagegen. Immerhin 23 Prozent der Studenten, mehr männliche als weibliche, leben noch bei ihren Eltern. Weniger als die Hälfte der Studenten hat eine eigene Wohnung. 20 Prozent wohnten mit ihrem Partner, ebenso viele mieteten ganz allein ein Quartier an, 11 Prozent lebten in Wohnheimen. Das zeigt die neueste Erhebung des Deutschen Studentenwerks.

Wohnheime sind mit einer durchschnittlichen Monatsmiete von 201 Euro inklusive aller Nebenkosten die günstigste Wohnform für Studenten, die nicht mehr kostenlos bei den Eltern leben können oder wollen. Eine gemietete Wohnung oder ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft lassen sich die deutschen Studenten im Durchschnitt 266 Euro im Monat kosten. Insgesamt stehen den gut 2 Millionen Studenten in Deutschland 180 000 Plätze in Wohnheimen zur Verfügung, teilte das Studentenwerk mit.

Seit mehr als fünfzig Jahren führt das Studentenwerk eine Sozialerhebung durch, die Auskunft über studentische Wohnformen gibt. Noch in den sechziger Jahren lebten die meisten Studenten zur Untermiete. Das ist heute die absolute Ausnahme. Wohngemeinschaften wurden in der Zeit nach 1968 beliebt. Seit einigen Jahren gibt es die Tendenz der zunehmend wieder jüngeren Studenten, länger bei ihren Eltern zu bleiben. Allerdings sei das „Hotel Mama“ oft eine Notlösung, meint das Studentenwerk. Nach der Sozialerhebung zeigen sich diese Studenten am ehesten unzufrieden mit ihrer Wohnsituation.

Text: ppl.
Bildmaterial: picture-alliance/ dpa
 
 
   
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