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Matheunterricht an der Schule hat mit der Wissenschaft Mathematik nichts zu tun.
Natürlich würde es jeden schulischen Rahmen sprengen, auch nur ansatzweise
selbst den Stoff einer mathematischen Erstsemestervorlesung zu vermitteln.
Trotzdem gäbe es Mittel und Wege, Interesse am Fach zu wecken, indem
nämlich Mathematik als Teil unserer Kultur und Geschichte dargestellt würde.
Dies wohlgemerkt nicht als populärwissenschaftliche "Mathe light" ohne Formeln,
sondern durch geeignete Auswahl echter mathematischer Themen, die sich an
der historischen Entwicklung im jeweiligen gesellschaftlichen Kontext orientieren.
Damit könnte man echtes Interesse wecken. (nachdem ein paar Grundlagen
der "Schulmathematik" wie elementare Algebra und geometrische Figuren als
alltagspraktische Grundlagen vermittelt wurden)
Tödlich ist dagegen das in der Schule meistens praktizierte Formelpauken.
Dadurch erhalten die Schüler ein oft lebenslang nicht mehr korrigierbares
entstelltes Bild der Mathematik.
Kaum ein Mathematiker kennt die 7. Stelle von Pi auswendig oder kann im Kopf
spontan dreistellige Dezimalzahlen multiplizieren. (diese lächerliche Frage wurde
Herrn Ziegler gestern in einem Radiointerview des WDR gestellt)
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