John McCain und Barack Obama wühlen in der Vergangenheit des jeweils anderen. Es fallen die Namen Bill Ayers, Jeremiah Wright und Charles Keating. Doch die Taktik, den Gegner zu diskreditieren, ist riskant. Von Matthias Rüb, Washington
Die Abgrenzung von Bush ist ein wichtiges Statement im Wahlkampf von Republikanern und Demokraten. Obama stellt McCain als Klon des Präsidenten dar. McCain spielt den innerparteilichen Rebellen. Demoskopen aber sagen: Die Krise der Wirtschaft wird über die Wahl entscheiden. Von Klaus-Dieter Frankenberger, Washington
Drohung Null oder der Schmerz, in der gegenwärtigen Welt zu leben: In seiner Amtszeit hat der amerikanische Präsident George W. Bush die westlichen Demokratien tiefer verwundet als jeder andere Nachkriegspolitiker. Von Frank Schirrmacher
Sarah Palin verschärft ihre Attacken auf den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama. Die republikanische Kandidatin für das Vizepräsidentenamt warf Obama vor, in den sechziger Jahren mit einem Terroristen in Kontakt gestanden zu haben. Obama habe sich mit Terroristen abgegeben, die es auf ihr eigenes Land absehen würden.
Jetzt ist es unterzeichnet. Von Zufriedenheit und Erleichterung über Skepsis bis zu offener Empörung: Was Bush, McCain, Obama, Paulson, Bernanke, Buffett und andere zum Rettungspaket für die amerikanische Finanzwirtschaft sagen.
Nach langem Tauziehen hat das 700 Milliarden Dollar schwere Paket zur Sanierung des Finanzsektors die letzte Hürde genommen. Das amerikanische Repräsentantenhaus stimmte im zweiten Anlauf zu. Präsident Bush unterschrieb das Gesetz umgehend, mahnte aber Geduld an: Es wird Zeit brauchen, bis es sich richtig auf die Wirtschaft auswirkt.
Nach dem Fernsehduell mit Joseph Biden ist Sarah Palin wieder das, was sie beim Parteitag der Republikaner Anfang September war: Das junge und zudem attraktive Gesicht einer Partei, die jede Aufmunterung gebrauchen kann, um doch noch an einen Sieg am 4. November zu glauben. Von Matthias Rüb, Washington
Die Debatte der beiden Kandidaten war zu einem Schlüsselmoment des amerikanischen Wahlkampfs aufgebauscht worden. Nach dem Wortgefecht mit Joseph Biden sind die Zweifel an Sarah Palins Qualifikation geringer geworden - Obamas Vorsprung dürfte sich nicht verringert haben. Von Klaus-Dieter Frankenberger
Der amerikanische Wahlkampf ist längst zu einem Geschichtenwettbewerb geworden: Beim kommenden Fernsehinterview mit Sarah Palin steht weniger ihr Wissen auf dem Prüfstand als vielmehr die Frage, ob sie ihre Geschichte glaubhaft weitererzählen kann. Von Jordan Mejias, New York
Alle Appelle waren vergebens: Der mühsam ausgehandelte Kompromiss über den Rettungsplan für die amerikanische Finanzbranche ist vorerst gescheitert. Vor allem die Republikaner im Repräsentantenhaus stimmten dagegen. Präsident Bush zeigte sich sehr enttäuscht und kündigte einen neuen Anlauf an.
Bildergalerie Seinen bisher größten Fehler hatte John McCain schon vor dem ersten Fernsehduell hinter sich. Sich selbst als Retter des Rettungsplans für die Wirtschaft in Szene zu setzen, misslang gründlich. In der Debatte versuchte McCain dann bei seinem Lieblingsthema Sicherheitspolitik um so vehementer, Obama zu bedrängen. Von Katja Gelinsky, Washington
Können sich die amerikanischen Wähler nach dieser ersten Fernsehdebatte ein besseres Urteil machen, wem sie das Weiße Haus anvertrauen wollen? Einen entscheidenden Schlag konnte weder McCain noch Obama landen, eine verheerende Blöße wurde nicht sichtbar. Von Klaus-Dieter Frankenberger
In dieser Nacht kommt es nun doch zum ersten Fernsehduell zwischen McCain und Obama. Die Debatten können wahlentscheidend sein. Worauf gilt es zu achten? Eine kleine Anleitung für die Fernsehzuschauer in Deutschland. Von Jordan Mejias, New York
Der Republikaner John McCain wird nun doch an der ersten Debatte im Präsidentschaftswahlkampf gegen den Demokraten Barack Obama teilnehmen. Dies teilte sein Wahlkampfbüro am Freitag mit. McCain hatte zunächst wegen der Verhandlungen über die Finanzkrise abgesagt.
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