Gut so ! Dann muß sich erst einmal zeigen,ob das großlippige Europa überhaupt bereit ist,das zu leisten,was es von Amerika immer wieder einfordert . Denn war nicht genau das der Fehler der Bush-Regierung : Durch die sich selbst tagtäglich eingebleute Unilateralität hat man andere aus der Pflicht entlassen.Europa konnte sich mit gerechtigkeits-geschwellter Brust an die Seitenlinie stellen,genüßlich zusehen und wohlfeile Ratschläge -wie man es denn besser mache- preisgeben ! Schon die Afghanistan-Problematik zeigt es doch: Abgesehen von den nicht ernst zu nehmenden "Zeitgenossen",die sich hinter 9/11 und Afghanistan immer noch eine "amerikanische Verschwörung",mindestens aber einen "völkerrechtswidrigen Angriffskrieg" zusammenphantasieren,weigert sich zum Beispiel die Mehrheit in Deutschland,anzuerkennen,daß es das Problem des islamistischen Terrors überhaupt gibt,und wenn doch ,daraus gar keine Bedrohung für Europa erwachse ("sollen die Amerikaner doch sehen,wie sie damit fertig werden",heißt es doch immer wieder so ungemein "solidarisch und freundschaftlich") und wenn es doch eine Bedrohung für Europa gäbe,"der Westen" dann eben sein Leben,seine Kultur,seine Art und Weise ändern müße und -schwupps- wäre die Gefahr gebannt.
Da war er nun also und war´s der Hype? Mich erinnerte B.Obama doch sehr an den schmerzlich vermissten Vollblut Laudator Barak Merz (CDU). Der hatte die gleiche Ausstrahlung, konnte frei reden, sein Publikum immer im Blick, Kopf hoch und klare und verständlich Worte. Ich sah einen talentierten Redner, der Versatzstücke einer bereits mehrfach von anderen verlautbarten Aussage zur allgemein sichtbaren Baustellen-Weltkrankheit artikulierte. Yes we can? So what! Es war nach meiner Ansicht nicht der nächste Präsident. Interessant wäre es, wenn McCain sich auch auf den Weg machen würde, um unter der Goldelse zu reden. Allerdings bestünde die Gefahr, dass dann die Reflexe verrückt spielen würden und unsere alimentierten Berufsprotestanten die freie Rede niederbrüllen würden. Auch Wowereit, würde sich hüten diesem Herrn das goldene Buch hinterher zu tragen. Fazit: Ich bin froh, das dieser deutsche Medienhype vorbei ist. Er war die Sache nicht wert.
Arme Berliner, um die Love-Parade gebracht, kamen doch auf ihre Kosten? Beides Volksverdummung erster Güte. Applaus für die Regierung! Nur, wie lange funktioniert´s? Das dumme Volk lässt sich leichter regieren, gewiss; für kompliziertere Aufgaben braucht man dann aufgeweckte Ausländer.
Auch Obama bleibt in seiner Grundhaltung ein sturer und uneinsichtiger Ami. Terror kann man nicht mit Waffengewalt eindämmen. Dafür ist mehr Ausgleich und Gerechtigkeit auf der Welt notwendig. Dem Terror muss die Begründung dafür entzogen werden. Das ist nicht einfach, aber langfristig die einzige Möglichkeit diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Den Teufel mit Belzebub auszutreiben haben die Menschen seit der Steinzeit immer wieder erfolglos versucht. Ein überwiegender Teil der deutschen Staatsbürger lehnen mit Recht jegliche militärische Einmischung in anderen Staaten katagorisch ab - auch in Afganistan. Dort tummeln sich seit jeher fremde Truppen - teils sogar mit guten Absichten - auch erfolglos. Das afganische Volk muss eine Angelegenheiten selber regeln. Der Westen hat dort überhaupt nichts verloren, Herr Obama! Ansonsten sind Sie ein charmanter junger Mann mit einem (fast) perfekten Auftritt. Ihr Schneider sollte Ihnen die richtige Hosenlänge abmessen, die zu kurz geraten sind und die Vestonärmel etwas kürzer bemessen.
Unabhängig davon, was Senator Obama gesagt hat, ob er Demokrat oder Republikaner ist, ob er Präsident wird, ob das alles NUR Show ist. Ein Aspekt dieser Veranstaltung wurde meiner Meinung nach bei allen Berichterstattungen nicht erwähnt: Den Deutschen wird latent (im In- wie im Ausland) nachgesagt, sie seien fremdenfeindlich und rassistisch. Mir drängt sich nun die Frage auf, wie rassistisch ein Land/Volk sein kann, in dem an einem Wochentag fast eine viertelmillionen Menschen zusammenströmen um einen ausländischen, schwarzen Politiker, der dazu auch noch einen gewissen muslimischen Background hat, zu hören?! Antwort: Nicht mehr und nicht weniger (eher weniger) rassistisch, als jedes andere Volk auf der Welt. Oder?
Die Anwesenheit und Zustimmung von 200.000 Zuhoerern laesst sich nicht in Szene setzen. Der Senator sprach sehr konzentriert, ohne Floskeln und ohne dem Publikum zu schmeicheln. Was sollte daran inszeniert gewesen sein? Aber so ist das nun mal mit den deutschen Medien: Sie missgoennen dem Senator den Erfolg. Typisch fuer eine Neidgesellschaft!
Schön ist es zu sehen, dass es zwischen dem durchschnittlichen deutschen Wähler und dem deutschen Politker keinen Unterschied gibt. Sobald ihnen ein bisschen nach dem Mund geredet wird und eine schöne rosige Zukunft mit vielen Hoffnungen in Aussicht gestellt wird, sind sie hellauf begeistert und folgen wie die Lemminge in den Abgrund. AUFWACHEN! Das war nur eine Wahlkampfrede und nur weil man es in Deutschland nicht gewohnt ist, dass das ganze so ein Spektakel mit sich zieht und so durchorganisiert ist, denkt man jetzt weiß Gott was. Vor Schröder gab es sowas ja noch nichteinmal annähernd in Deutschland (Personenkult) zumindest nicht in den letzten Jahrzehnten. Jetzt wieder langsam runterkommen und zum Tagesgeschäft übergehen. Und abwarten wer als Präsident mal irgendwann wieder vorstellig wird. Und dann bitte nicht so blamabel inszenieren lassen. Danke!
Vereinigte Staaten: Vorliegender Auto-Plan nicht ![]()
Förderalismusreform mitsamt Schuldenbremse: Alles ist auf Eis gelegt
Die Krise trifft die Investmentbanker
Tennis-WM: Argentinien fiebert dem Davis-Cup-Finale entgegen
Weniger Parties, weniger Jets: in Amerika macht sich die Krise überall bemerkbar